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Rendezvous mit der Gaubraut

Artikel vom 01.08.2020

Landrat Thomas Eberth setzt Landkreistour in Gelchsheim fort

Um die strategische Partnerschaft zwischen Landratsamt und Kommunen zu festigen, hat sich Landrat Thomas Eberth vorgenommen, in seiner Amtszeit alle 52 Gemeinden, Märkte und Städte im Landkreis Würzburg zu besuchen. Die zweite Station seiner Landkreistour führte ihn zur Gaubraut, wie der Markt Gelchsheim früher auch genannt wurde. Die kleine Gemeinde mit 922 Einwohner*innen, davon 145 im Ortsteil Oellingen und 73 in Osthausen, hat eine große Geschichte. An die Deutschordenszeit erinnern heute noch viele historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Im Fachwerk-Rathaus empfingen Bürgermeister Roland Nöth und Marktgemeinderätin Anita Langer die Gäste aus dem Landratsamt. Den Landrat begleiteten Stabsstellenchef Bernhard Wallrapp, Rainer Künzig, Leiter des Zentralen Steuerungs- und Service-Bereichs, Michael Dröse, Leiter der Kreisentwicklung und Martin Umscheid, Leiter der Hochbau-, Grundstücks- und Schulverwaltung.

„Der Würzburger Süden wird häufig unterschätzt. Völlig zu Unrecht wie das Beispiel Gelchsheim belegt“, betonte Eberth. Die Marktgemeinde entwickle sich gut, bestätigte Bürgermeister Nöth. „Wir haben eine hohe Nachfrage an Grundstücken. Weitere Baugebiete sind deshalb bereits in Planung.“ Leerstände kennt Gelchsheim kaum. Auch die wirtschaftliche Lage ist stabil, die angesiedelten 78 Einzelgewerbe stehen für einen gesunden Mittelstand.

Über mangelnde Aufgaben kann Nöth dennoch nicht klagen. Die Sanierung des historischen Rathauses, erbaut 1666, steht ebenso an wie die denkmalgerechte Erneuerung des alten Bahnhofgebäudes am Gaubahnradweg. Auf seine Agenda hat Nöth außerdem den Lückenschluss bestehender Radwege gesetzt. Die Verbindung zwischen Oellingen und Osthausen soll für Radfahrer*innen attraktiver werden.

Ein großes Thema ist auch die Erweiterung der Rupert-Egenberger-Schule am Standort Gelchsheim. Das eingeschossige Gebäude aus den 50er Jahren bietet für die Aufnahme steigender Schülerzahlen und einen modernen Förderschulbetrieb keinen ausreichenden Platz mehr. Landrat Thomas Eberth will zunächst prüfen lassen, ob das bestehende Schulhaus aufgestockt werden kann. „Damit vermeiden wir die Versiegelung weiterer Flächen. Sollte es bautechnisch nicht möglich sein oder wirtschaftlich keinen Sinn ergeben, treiben wir einen Neubau voran. Eine gute Bildungsinfrastruktur für alle Schularten von der Förderschule bis zum Gymnasium ist uns sehr wichtig“, so der Landrat. Ein mögliches Grundstück stünde neben der Deutschherrenhalle zur Verfügung.

Letzte Station des Gemeinderundgangs war das 2018 frisch sanierte Freibad. Es verfügt über ein beheiztes Becken mit zwei Schwimmbahnen und einen abgegrenzten Kleinkindbereich. „Das Bad unter Corona-Bedingungen zu öffnen, gelingt vor allem dank tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung“, berichtete Bürgermeister Nöth. „Wir profitieren hier stark von einer lebendigen Vereinskultur und freiwilligem Engagement“, ist er sich bewusst. Landrat Eberth zeigte sich beeindruckt vom gemeinschaftlichen Bürgergeist der Gelchsheimer, die schon in die Erneuerung des Freibads viele ehrenamtliche Stunden gesteckt hatten.

Pressemitteilung LA Würzburg vom 30.07.2020

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